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Die Digitale Woche in Hamm

Review aus der Sicht eines Millenials

Bahnhof Hamm

Bahnhof Hamm

Zahlen, Daten, Fakten


Hamm Westfalen

160 km gut ausgebautes Radwegnetz

181.088 Einwohner

987 aktive Sänger in Chören

Die Biermarke Isenbeck stammt

ursprünglich aus Hamm

Das größte Oberlandesgericht Deutschlands

hat seinen Sitz in der Stadt

2016 lag das BIP der Stadt

bei 5.044 Mio €

Digitalisierung in Hamm

Die digitale Woche in Hamm: Das Ziel der rund 40 Vorträge, Veranstaltungen und Diskussionen war, einen Austausch zum Thema Digitalisierung zu ermöglichen. In diesem Beitrag erwartet Sie ein kleiner Einblick zur digitalen Woche aus der Sicht eines Millenials. Fast 2000 Besucher haben die Angebote wahrgenommen; ich war einer davon.

BEHIND THE SCENES

Wer schreibt diesen Beitrag?

ideaz Marketing

Mein Name ist Nicoletta Dziedzic und ich stamme gebürtig aus Hamm. Die digitale Woche war für mich eine der spannendsten Wochen seit langem hier in der Stadt. Mein größtes Hobby ist die Entdeckung von kreativen Möglichkeiten mit Hilfe von neuen Technologien.

Im Rahmen meines Studiums des Technischen Management und Marketing, verfolgte meine wissenschaftliche Arbeit verschiedene Forschungen zu aktuellen Chancen, aber auch Herausforderungen im digitalen Marketing.

Die erfolgreiche Implementierung der Ergebnisse meiner Marktforschung und die praktische Arbeit mit Unternehmen, sind seit jeher mein Ansporn und mein Anspruch zugleich. Denn so groß die Herausforderungen auch seien mögen: Die Möglichkeiten für Unternehmen online ihr volles Potenzial auszuschöpfen, sind oftmals nicht genutzt und noch viel öfter nicht erkannt. Ich bündele meine Erkenntnisse und Forschungen in der Marketing-Agentur ideaz Marketing und unterstütze Unternehmen dabei online zu überzeugen.

Nicoletta Dziedzic, 27 Jahre

Die folgenden Einblicke erhalten Sie somit aus der Perspektive eines Millenials.

Doch was macht einen Millenial überhaupt aus?

Generation Y: Millenials

Millenials Hamm

Millennial (geboren ca. 1980 – 2000) ist die Bezeichnung für die

um die Jahrtausendwende geborene Generation. Weiterhin wird sie auch als

Generation Y bezeichnet, sowie als Generation der Digital Natives.

Typische Charakteristiken der Millenials:    

  • Technikaffin     
  • Sie legen viel Wert auf Selbstverwirklichung
  • Hohe Leistungsbereitschaft
  • Forderung nach mehr Freizeit + Sinn hinter dem was man tut     
  • Im digitalen Zeitalter aufgewachsen      
  • Der Zugang zu Produkten oder Dienstleistungen ist deutlich wichtiger, als der physische Besitz (Car-Sharing statt Auto-Kauf, Streaming-Dienste statt DVD) 
  • Zur Beurteilung von Produkten werden viele Informationsquellen herangezogen (Rezensionen, Preisvergleich...)      
  • Die Speicherung von Daten wird toleriert und die Erwartungen an ein zugeschnittenes Kauferlebnis wachsen
  • Nutzen gerne Vorteile und Annehmlichkeiten des Internets

Es folgt ein Bericht über vier Veranstaltungen oder wie ein Millenial sagen würde: es folgt ein "FMA - Followmearound".

Der Blogbeitrag enthält unbezahlte Werbung für Personen und Institutionen. Laut Wettbewerbszentrale sind wir dazu verpflichtet, Sie darauf aufmerksam zu machen.

Auftaktveranstaltung

Auftaktveranstaltung Digitale Woche

Einen Einblick zum Status Quo in Sachen Digitalisierung geben SRH-Rektor Prof. Dr. Lars Meierling, HSHL-Präsident Prof. Dr. Klaus Zeppenfeld, Prof. Dr. Harald Mathis vom Fraunhofer-Anwendungszentrum Symila und Dr. Karl-Georg Steffens als Geschäftsführer der Wirtschafsförderung Hamm. Moderiert wurde die Veranstaltung von Detlef Burrichter, dem Pressesprecher der Wirtschaftsförderung Hamm.

Mit der Auftaktveranstaltung gab es nun erstmals die Gelegenheit, sich in einem größeren Rahmen über den aktuellen Status der Digitalisierung in Hamm zu informieren. In den Workshops und Vorträgen stand das Erlebnis der digitalen Möglichkeiten im Vordergrund. Zahlreiche Diskussionen ermöglichten einen spannenden Dialog zwischen Befürwortern und Skeptikern. Das breit gefächerte Programm vereinbarte in über 40 Veranstaltungen sowohl eine sanfte Einführung in die wichtigsten Themen, als auch die Entstehung eines neuen Netzwerkes. Mit dem Versprechen sich auf alle Themen gedanklich einzulassen, eröffnet Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann die Auftaktveranstaltung. Das bunt gemischte Publikum reagiert mit zustimmenden aber vor allem neugierigen Blicken.

Gastredner Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, fing das Interesse des Publikums an der Digitalisierung ein und steigert es durch spannende Einblicke in die vielfältigen Chancen der digitalen Transformation. Seine praktische Beispiele nahmen der Angst vor Veränderungen den Wind aus den Segeln. Der Grundstein für eine Zusammenarbeit und Vernetzung der Bürger war von nun an gelegt und die Botschaft des Abends weckt ein inspirierendes Gefühl: Niemand soll auf der Strecke bleiben, dieses Projekt ist dafür konzeptioniert gemeinsam zu wachsen.

Veranstaltung:

Digitalisierung in der Landwirtschaft

Mit dem Oberbürgermeister zu Besuch auf dem Hof Köster

Oberbürgermeister Hunsteger Petersmann besichtigt einen digitalen Putenstall

Der Ausflug in die digitale Welt der Landwirtschaft begann gemütlich mit einer gemeinsamen Busfahrt. Das Ziel dieser Gruppe, in welcher alle Altersklassen vertreten waren, lautete: Hamm Pelkum, Hof Köster.

Gleich bei der Ankunft auf dem Hof und mit Blick in den stimmungsvoll hergerichteten Stall wurde klar: Hier trifft Tradition und Liebe zur Natur auf digitale Lösungen. Mit einer Präsentation veranschaulichte Michael Köster, dass die Messung, Gewinnung und Aufbereitung von Daten, eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft spielen. Durch neue Satellitentechnologien können beispielsweise Informationen zum Zustand der landwirtschaftlich genutzten Flächen tagesaktuell abgerufen werden. Nach Auswertung und Interpretation liefern jene Daten einen wichtigen Mehrwert: Herr Köster kann bei Veränderung von wichtigen Messwerten Maßnahmen einleiten, um optimierte Ernteergebnisse zu erreichen und Verluste zu minimieren.

Nach einem sehr ehrlichen Vortrag zu den digitalen Abläufe des Hofes, bricht eine fast schon euphorische Stimmung aus: Die Besichtigung des digitalen Putenstalls verbindet jeder Teilnehmer mit einem sehr besonderen Ereignis. Inspiriert von der herzlichen Art der Familie Köster, helfen sich Jung und Alt gegenseitig dabei in hygienische Overalls zu schlüpfen. Geduldig beantworten Frau und Herr Köster im Stall alle Fragen der Teilnehmer. Spannend: Mit der zunehmenden Bedeutung der Themen Fitness, Ernährung und Sport in Deutschland, steigt auch die Nachfrage nach dem mageren Putenfleisch. Technisch punktet der Stall beispielsweise mit der konstanten Messung der Temperatur. Bei Schwankungen informiert eine Nachricht auf dem Smartphone die Familie über Abweichungen.

Nach der Besichtigung lädt die Familie zur Brotzeit mit Putenwürtschen und Puteneierlikör ein. Die qualitativ hochwertige Metzgerswurst regt die Gruppe zum Nachdenken an: Es sind die älteren Teilnehmer, die darauf hinweisen, wie wichtig es ist, beim Kauf von Fleisch ein wenig mehr Geld in die Hand zu nehmen. Es wird deutlich, dass das Verständnis für tierische Lebensmittel bei dem lebenserfahrenen Publikum wesentlich manifestierter ist. Die aktuellen Forderungen der Verbraucher, dass Fleisch möglichst günstig und einheitlich groß sein sollte, steht in großem Widerspruch zur Wertschätzung des Tierlebens. Der hektische Alltag lässt Menschen oft vergessen, wie viel Arbeit hinter der Viehzucht sowie Anbau und Ernte von Lebensmittel steckt. Manch einer würde es vielleicht wieder besser verstehen, wenn er sich vor Ort umschauen könnte. Hier knüpft der landwirtschaftliche Kreisverband Ruhr-Lippe an und bietet solche Besichtigungen für Schulklassen an. Interessierte können sich über die Webseite informieren.

Ein wirklich sehr besonderer Effekt machte sich zum Abschluss der Veranstaltung breit: Die lebenserfahrenen Menschen mit noch viel größerem Zugang zur Landwirtschaft, beeindruckten die digitalen Möglichkeiten vor Ort. Meine persönlich wertvollste Erfahrung lag in der Möglichkeit das landwirtschaftliche Leben besser kennen und schätzen zu lernen. Nach diesem Tag wird bereits deutlich, dass die verschiedenen Generationen stark voneinander profitieren können. Was die einen über Technik wissen, ergänzen die anderen mit Erfahrung.

Die neuen Filmdimensionen

360°-Videos und virtuelle Realität werden das Filmemachen in den nächsten Jahren revolutionieren.

Der Grund ist das intensive Eintauchen (Immersion) in die Erzählungen.

Workshop 360° und Virteulle Realität

Das noch junge Medialab im Medienzentrum Hamm war Treffpunkt für die Fortbildung „360°-Videos und virtuelle Realität“. Die virtuelle Realität beschreibt die Darstellung einer künstlich erschaffenen Welt. Experten der Markt- und Marketingforschung sind sich einig: Videos sind auch im Jahr 2019 ein besonders wichtiges Medium zur Kommunikation von Inhalten. Der Einsatz von 360°- Videos ermöglicht ein außerordentlich intensives Eintauchen in eine Geschichte.

Ein gelungenes soziales Projekt verbirgt sich hinter dem Namen Syria360. Die zur Verfügung gestellten 360°-Videos, ermöglichen einen stark authentischen Blick auf den Grad der Zerstörung des Landes.

Das Aufklärungsprojekt ermöglicht es, sich einen eigenen Blick über die Zustände in Syrien zu verschaffen. Besucher der Seite können sich an verschiedenen Orten detailliert umsehen und machen eigene Erfahrungen. Auch wenn diese Erfahrungen virtueller Natur sind, ist das Ergebnis umso echter. Man hat das Ausmaß mit eigenen Augen gesehen.

Die Teilnehmer dieses Workshops setzten sich aus vielen unterschiedlichen Bereichen zusammen. Pädagogen verfolgten die Absicht eine neue Möglichkeit zu entdecken, ihre Schüler die Lerninhalte praktisch erleben zu lassen. Beispielsweise sind relevante Orte zu weit weg oder zu gefährlich, um sie real zu besuchen. Filmemacher und Regisseure hingegen interessierten sich für die neue Art Geschichten zu erzählen und Unternehmen erweiterten den Werkzeugkasten für die Kommunikation mit Kunden.

Bahnhof Hamm

Nach der Theorie folgte die Praxis. In Kleingruppen erprobten alle Teilnehmer die Möglichkeiten einer 360°-Kamera. Kreative Ideen ließen nicht lange auf sich warten. Mit zwei Teilnehmern, die ich am Morgen noch nicht kannte, arbeitete ich plötzlich an einem gemeinsamen Projekt. Es galt die Kamera auszuprobieren und Ideen zu entwickeln, wie man anderen Menschen damit neue Perspektiven ermöglichen kann. Wir entschieden uns dafür unsere Aufnahmen aus der Höhe zu machen und entstanden ist dabei eine Aufnahme über der Zentralbibliothek. Die Zusammenarbeit war eine sehr besondere Erfahrung. Es war deutlich zu spüren, dass jeder unterschiedliche Stärken hat. Als wir sie zusammen vereinbart haben, entstanden die besten Ergebnisse. Das Zusammenspiel aus Ideen von Jung und Alt ermöglichten nicht nur gelungene Aufnahmen mit der Kamera, es ermöglichte uns vor allem die Schaffung von neuen Perspektiven.

Exkurs: Flugplatz Hamm

360° Kamera Aufnahmene des Piloten

Ein besonders kreatives Beispiel für gelungene 360°-Aufnahmen liefert der Pilot Christian Wolff. Christian startet seine Flüge auf dem Flugplatz Hamm und begeistert Freunde, Familie und Interessierte mit atemberaubenden Aufnahmen aus der Luft.

Christian Wolff, Flugplatz Hamm

Die neusten Aufnahmen mit 360°-Aussicht beeindrucken seine Zuschauer besonders stark, denn sie haben fast das Gefühl mitzufliegen. Christian begeistert sich für neue technische Möglichkeiten und probiert gerne aus. Seine Kamera hat er bei jedem Flug dabei. Als ich vor einiger Zeit in seinem gelben Tragschrauber mitfliegen durfte, begriff ich schnell, wieso das Fliegen seine größte Leidenschaft ist: Es ist das Gefühl der absoluten Freiheit. Mit jeder technischen Erweiterung ist es Christian noch besser möglich dieses Gefühl an andere Menschen weiterzugeben.

IM NETZ SÄEN, LOKAL ERNTEN 

Auf diese Veranstaltung war ich sehr gespannt.

Digitalisierung Einzelhandel

Der Handel steht aktuell vor immensen Herausforderungen. Die Sparkasse Hamm sowie der Handelsverband Nordrhein-Westfalen, Westfalen Münsterland haben eingeladen zu einer gemeinsamen Diskussion, inwiefern digitale Chancen genutzt werden können. Andreas Haderlein (im Bild, zweite Person von rechts), Berater für lokalen Online-Handel, führte die Zuschauer durch die veränderten Erwartungen der Kunden und die neuen Anforderungen an Unternehmen. Die Stimmung während der Veranstaltung ist angespannt: Der Einzelhandel in Hamm signalisiert an diesem Abend deutlich den Unmut, den nahezu jede Stadt zur Zeit erlebt. Die Digitalisierung soll Möglichkeiten schaffen und neue Perspektiven ermöglichen. Doch bislang kann der Handel noch nicht allzu viele positive Worte über das Internet verlieren. Obwohl ich dem Internet deutlich positiver gestimmt und davon überzeugt bin, dass es mehr Chancen als Gefahren gibt, verstehe ich den Unmut ganz genau.

Exkurs: Snapchat

Die App, die ich aktuell zur Kommunikation mit meiner Familie oder Freunden nutze ist seit Anbeginn WhatsApp. Jede Funktion ist mir dort vertraut und die Nutzung gelingt mir im Schlaf. Man könnte quasi sagen, dass ich Expertin darin bin, diese App zur Kommunikation zu nutzen. Wenn ich etwas erlebe, was mich an jemanden erinnert, mache ich schnell eine Sprachnotiz.

Der Empfänger wird sie hören, wenn er dafür Zeit hat. Ein Anruf bei der Person wäre viel zeitintensiver, da dieser mit einer Begrüßung und vielleicht einem kleinen Small-Talk einhergehen würde. Meine kurze Info ist schlicht und ergreifend viel zu klein für einen ganzen Anruf. WhatsApp ermöglicht mir sie trotzdem weiterzugeben und mit meinem Mitmenschen zu kommunizieren. Der Nachteil dieser nun möglichen Kommunikation liegt auf der Hand: Mein Speicher auf dem Smartphone platzt aus allen Nähten. Fotos und Videos von Freunden und der Familie nehmen Überhand.

Die Lösung für dieses Problem bietet die App Snapchat. Wenn ich bei Edeka ein gutes Angebot sehe und davon ein Foto an meine Freundin senden möchte, kann sie dieses Foto öffnen und zur Kenntnis nehmen. Danach wird dieses Foto von der App wieder gelöscht. Nun ist die App Snapchat eher die App der Generation Z, also die der noch jüngeren Generation. 18-jährige sind bereits einen Schritt weiter als ein Millenial: Die Unmengen an Daten die wir schaffen müssen nach Wichtigkeit gefiltert werden, ansonsten verlieren wir schlichtweg den Überblick. Die Generation Z versendet Fotos von geliebten Menschen über WhatsApp und Fotos von dem Mittagessen über Snapchat. Die Fotos der Nichte möchte ich behalten und in 10 Jahren erneut ansehen. Der gegrillte Dorsch meines Nachbars interessiert mich in Zukunft eher weniger.

Wer aktuell zum Beispiel 18 Jahre alt ist, wird mit diesem Verständnis groß. Alle Freunde verhalten sich so. Es gibt bestimmte Regeln, die wir Menschen selber aufgestellt haben, damit die Digitalisierung immer besser in unseren Alltag integriert werden kann. Nun zu dem spannenden Fakt: Ich benutze diese intelligente App bislang nur sehr eingeschränkt. Trotz der Erkenntnis, wie wertvoll sie ist und wie gut sie meinen Speicher schonen würde, fällt es mir schwer davon im Alltag Gebrauch zu machen. Die wohl größte Hürde liegt schlicht und ergreifend darin, dass meine Freunde und Familie genau wie ich WhatsApp präferieren und bei Snapchat nicht vertreten sind. Meine Kontakte bei Snapchat beschränken sich auf die jüngeren Menschen in meinem Umfeld. Zudem setzt der Umgang mit Snapchat voraus, dass ich sämtliche Funktionen verstehe. Ohne stetige Nutzung bleibt mein Verständnis für die Möglichkeiten dort stark eingeschränkt. Im Vergleich zu den jüngeren Nutzern muss ich mich aktiv damit beschäftigen diesen Fortschritt in mein Leben einzubauen.

Digitalisierung im Einzelhandel

Der Wirtschaftspublizist und Innovationsberater, Andreas Haderlein, spricht in seinem Vortrag am Abend von großartigen Möglichkeiten, die online auf den Handel warten. Ich erkenne deutliche Parallelen zwischen mir selbst und dem Verhalten des stationären Handel: Die Bereitschaft zu Lernen und Profitieren ist vorhanden, sonst wäre der Handel am Abend nicht so zahlreich vertreten. Doch wie dies erfolgreich gelingen soll, ist an diesem Abend die wohl größte Frage. 

Wie ich Snapchat in meinen Alltag integrieren kann bleibt meine persönliche Herausforderung. Doch die Frage darauf, wie der Einzelhandel online profitieren kann, kann ich beantworten: Authentische Sichtbarkeit.

Es gibt nur eine Sache, die fataler ist als schlechte, penetrante Werbung online:

Keine Werbung online.

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% der Menschen in Deutschland sind online unterwegs. Ich halte diesen Ort für sehr gelungen, wenn es darum geht, zu zeigen was man kann.

Exkurs: Customer-Experience-Management im Einzelhandel

Der Einzelhandel hat Vorteile gegenüber dem Internet, denn schmecken, riechen, anfassen und ausprobieren kann man online nicht.

Auch die Beratung ist vor Ort intensiver.

Wie würde das aussehen, wenn der Einzelhandel dem Kunden ein Erlebnis bieten würde, welches er online nicht kriegen kann?

Beispiele für Customer-Experience-Marketing im Einzelhandel

Das Internet fordert uns.

Doch es bringt auch die Möglichkeit unternehmerisch zu wachsen und neue Wege zu gehen. Menschen begegnen Veränderungen oftmals mit Ängsten und Ablehnung. Doch wenn dieser Punkt einmal überwunden ist, wird sichtbar: Das Internet ist kein Feind, sondern ein Ozean an Möglichkeiten, die genutzt werden müssen.

Eröffnung FabLab + Ideenwerk Hamm

FabLab Hamm

Einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung liefert das FabLab und das ideenwerk

Eine neue Werkstatt hat in Hamm eröffnet: Das FabLab und ideenwerk bieten ab sofort einen Raum zum klassischen aber auch digitalen Werken. Die digitale Ausstattung des ideenwerk trifft auf Hammer und Nagel im FabLab. Bei der Eröffnung gelingt es mir ein paar Geschichten einzufangen. Ein breites Angebot an klassichem und digitalem Handwerk verbindet Jung und Alt zusammen zu kommen und gemeinsam zu lernen. Beim Betreten der Werkstatt wird schnell klar: Dieser Ort ist eine gelungene Antwort auf die wichtigste Frage der digitalen Woche in Hamm.

Wie können die verschiedenen Generationen voneinander profitieren ohne das Wissen des Anderen abzulehnen?

Voneinander zu lernen und zu profitieren gehört zu der besonderen Bewegung der Digitalisierung. Sein Wissen mit anderen Menschen zu teilen oder neue Dinge zu lernen ist das Grundprinzip jeder sozialen Plattform. Mehr denn je möchten Menschen so viele Erfahrungen wie möglich selber machen: Brot backen, Handwerken, Sprachen lernen, Ausprobieren. Im Internet findet man die Antwort auf fast jede Frage und wenn man sieht was andere so können, inspiriert es einen im besten Fall dazu, zu erfahren was man selbst gut kann.

Das FabLab knüpft da an, wo aktuell die größten Herausforderungen bestehen. Die ältere Generation, die das Neue ablehnt und die junge, die zu wenig erklärt. Das

Ziel ist es Barrieren abzubauen und die Interessen der verschiedenen

Bevölkerungsgruppen zu bündeln. Meist fehlen Ressourcen, Raum und Know-How um voneinander zu profitieren. Mit dem FabLab entsteht in Hamm ein Raum für

Begenungen und Fortschritt. So erklärt es uns Jens Kneißel, Lehrer für Technik

und Initiator des FabLab in Hamm. An seiner Seite empfängt uns seine Ehefrau

Bettina Kneißel, Leiterin der PTA-Schule Hamm. Begrüßt werden alle Gäste mit einem selbstgemachtem Fruchtgummi in Form des Logos des FabLabs. Die pharmazeutisch-technischen Fertigkeiten lassen auf ein buntes und kreatives

Programm schließen.

Wir begegnen zu Beginn Susanne Bormann. Susanne ist Ergotherapeutin und präsentierte beim Auftakt ihre handwerklichen Fähigkeiten im Flechten und Knüpfen. Sie möchte Kindern zeigen, wie Kleinigkeiten entstehen und wie einfach diese jeder selber machen kann.

Digitales Marketing Online Hamm

Für Angelika Faust ist Töpfern ein beeindruckendes Handwerk. Ihr liegt viel daran, die Wertschätzung dafür in Menschen neu zu wecken. Mit ihrer herzlichen Art überzeugt sie ihren Gegenüber davon, mehr an seine eigenen Fertigkeiten zu glauben.

Kristina Dhakal präsentiert einen Tisch weiter ihre Fähigkeiten im textilen

Oberflächendesign. Das Kunsthandwerk Shibori ist mehr als 400 Jahre alt und

Kristinas Mission ist es, dieses Kulturerbe weiterzutragen. Die Wertschätzung

für Kleidung ist in den letzten Jahren stark zurück gegangen. Dabei beweist

Kristina mit ihrer Leidenschaft, welche Geduld und Hingabe hinter jedem Prozess steckt.

Marek Duda und Jonas Holz begegnen wir an der CNC-Maschine. Die beiden Schüler

spielen online gerne Minecraft. So richtig begeistert sind sie erst dann,

wenn aus dem was man am Computer geplant hat, schlussendlich Realität wird. Learning by doing nennen es die zwei klugen Köpfe und erklären den Besuchern geduldig, wie die Fräse funktioniert.

Paul Korthals besucht die Veranstaltung mit seinem Vater Thomas und schwärmt

begeistert vor der Maschine: „Ich zeichne gerne auf Papier, aber so gerade wie

die Maschine kann ich keine Linien ziehen.“

Digitales Marketing
Online Marketing Hamm

Gebaut wurde die Fräse von Birgit Hellendahl. Zwei "Fräse-Freunde" begleiten sie an diesem Tag. Die Geschichte dahinter ist mehr als beeindruckend: Ihr beruflicher Weg begann im Bereich der Ernährungswissenschaft. Als sie 2014 auf eine Bauanleitung für eine Fräse gestoßen war, baute sie ihr erstes eigenes Exemplar. Die Leidenschaft war geweckt und so machte die heutige Unternehmerin ihr Hobby zum Beruf. Unter ihrer Anleitung kann in dreitätigen Workshops eine eigene Fräse gebaut werden. Ende Mai findet solch ein Workshop im FabLab statt. Die Mitglieder des Vereins nehmen selbstverständlich auch teil und bauen eine eigene Fräse für die Werkstatt. 

Lilith Brandt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Hamm-Lippstadt und präsentiert bei der Eröffnung virtuelle Realität über eine sogenannte

VR-Brille. Der Grundriss der Werkstatt ist damit virtuell begehbar und mit einem

kleinen Spiel verknüpft. Die Vorteile der Technologie werden schnell deutlich:

Räumlichkeiten, die noch nicht fertig gestellt sind oder weit weg liegen, können mit Hilfe der Brille virtuell betreten werden. 

Online Marketing Hamm

Veronika Gorschlüter (Wirtschaftsförderung Hamm), begegnen wir inmitten des gesamten Geschehens. Die gezielte Förderung von Jugendlichen hat sich Frau Gorschlüter zur Aufgabe gemacht und entstanden ist dabei das ideenwerk.

Das Ziel: Naturwissenschaften und Technik für junge Menschen attraktiver zu gestalten. Mit Kooperationen, Workshops und vielen offenen Angeboten soll im Rahmen der Kooperation FabLab+ideenwerk ein neues Netzwerk gedeihen können, um Ideen, Wissen und Können miteinander zu teilen. Die Studien- und Berufschancen in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik sind nahezu unbegrenzt und das Ziel dieses Projekte ist es, diese aufzuzeigen.

Thomas Krüger präsentiert seine

„Do-it-yourself Home Automation”.

Die Konstruktion erklärt die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Sensoren. Thomas beeindruckt mit seiner Liebe fürs Detail und steuert schon viele Prozesse in seinem Haus von seinem Smartphone. Ein Knopfdruck im Handy genügt, um die Jalousie zu Hause runterzufahren.

Online Marketing Hamm
Online Marketing Hamm

Jason Fürstenau ist 10 Jahre und wird bei der Eröffnung an die weite Welt der Elektronik herangeführt. Auf unsere Nachfrage erzählt er begeistert davon, dass es ihm Spaß macht etwas zusammenzubauen. Das Feedback der lebenserfahrenenen Helfer ist eindeutig: Die Handfertigkeiten sind bei der Jugend vorhanden, sie müssen nur geübt werden.

Momme Krahn beeindruckt uns mit einem ausgefallenen Vornamen und anschließend mit seiner Leidenschaft für praktische Arbeit. An seinem Tisch können sogenannte Bürstenflitzer gebaut werden. Es wird gewerkelt und gelötet und begeistert stellt Momme fest: "Die ersten haben bereits angefangen unsere kleinen Flitzer zu tunen, also den Motor so zu verändern, dass er bessere Leistung bringt." Menschen bei solchen Erfahrungen zu unterstützen und zu fördern erfreuen ihn sichtlich: Er ist mit ganzem Herzen dabei.

Online Marketing Hamm
Online Marketing Hamm

Wir sprechen einen Tisch weiter mit Ole und Joel. Ole ist 17 Jahre alt und hegt großes Interesse für die Mathematik, Informatik und das Werken. Auf unsere Frage,

warum er glaubt, dass die praktische Arbeit so wichtig ist, antwortet Ole:

Hinter einer Software verbirgt sich eine Hardware - Ich möchte beides verstehen. Zum Schluss sehen wir noch Joel an einem der aufgebauten 3D-Druckern. Der Student steckt uns mit seiner offenen und begeisterten Persönlichkeit an. Visionen sollten seiner Meinung nach möglichst immer umgesetzt werden. Mit Hilfe eines

3D-Druckers wird eine Vision erst virtuell perfektioniert und schlussendlich dreidimensional gedruckt. Es ist eine beeindruckende Vorstellung seine Ideen binnen kurzer Zeit in den Händen halten zu können.

Fazit

Die Mentalität meines Heimatortes zeichnet sich (vorsichtig ausgedrückt) durch eine recht kritische Betrachtungsweise von Neuerung aus.

Offen gesagt: In Hamm meckert man gerne.

Doch wenn es drauf ankommt, halten die Bürger der Stadt zusammen und stellen beeindruckende Dinge auf die Beine. Die Digitalisierung ist in der Stadt bereits angekommen. Sie stellt uns vor vielerlei Herausforderungen in allen möglichen Bereichen. Um Konflikte zu vermeiden, bedarf es wesentlicher Aufklärungsarbeit.

Wenn die Potenziale noch nicht gänzlich erkannt wurden, müssen sie besser erklärt werden.

Die digitale Woche hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei mir. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Generationen ist der wichtigste Schlüssel, um die Herausforderungen meistern zu können. Den Grundstein hat das Rahmenprogramm der digitalen Woche gelegt: Wir müssen uns daran erinnern, wie es ist gemeinsam zu arbeiten.

Wenn es uns gelingt unsere Stärken miteinander zu vereinbaren und niemand zurück zu lassen, entsteht eine neue Perspektive.

Die Perspektive eines angenehmen und erfolgreichen Zusammenlebens.

ideaz marketing

Über ideaz Marketing

Der Kern meiner Arbeit im Marketing liegt darin, den Kunden von Unternehmen genau zuzuhören. Wer ein anspruchsvolles Individuum nur allgemein und unpersönlich anspricht, dem wird keine erfolgreiche Kommunikation gelingen. Während meines Studiums entdeckte ich meine Leidenschaft dafür, Lösungen für die Herausforderungen zu finden, die die Digitalisierung mit sich bringt.

Die Digitalisierung ermöglicht viele neue Wege mit bestehenden und potenziellen Kunden in einen Dialog zu treten. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, doch die Herausforderungen scheinen oftmals noch größer. Ideaz Marketing unterstützt Unternehmen dabei alle Hürden zu meistern, wenn es darum geht online zu überzeugen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob das Unternehmen seine Produkte und Dienstleistungen auch online verkaufen möchte oder nur lokal. Am Ende des Tages geht es darum, online gefunden zu werden und dort auch zu überzeugen. Denn die Suche nach Lösungen für unsere Probleme (Hunger, keine Sommerkleidung im Schrank, kaputte Bohrmaschine) beginnt heutzutage im Internet. Soviel steht fest.

Das digitale Marketing umfasst zahlreiche Methoden, um Kunden mit Inhalten zu begeistern und beispielsweise zurück in das Ladengeschäft zu holen. Aktuell dividiert sich das Leben zwischen Real- und Digitalwelt auseinander: Die Skeptiker sorgen sich und fürchten Bedrohung - Internetaffine Menschen haben keine Lust die Grundlagen zu erklären, denn sie befinden sich bereits viel weiter.

Ich nehme mir die Zeit und nehmen jeden mit, der sein Unternehmen erfolgreich online positionieren möchte. Dabei arbeiten die Unternehmen wie gewohnt weiter und ich richte meinen Blick auf die Details, die das Unternehmen einzigartig machen. Oft sind es die Menschen, die Unternehmen besonders machen. Aber auch die Prozesse, die Produktion, Räumlichkeiten sowie natürlich die Produkte und Dienstleistung sind wichtige Bestandteile eines jeden Unternehmens. Meine Aufgabe ist es die Besonderheiten zu erkennen und anderen Menschen davon zu erzählen.

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